VIA REGIA Hessen

VIA REGIA und die Seidenstraße

Am 25. Juni 2015 trafen sich Hilmar Heier (Sonderkorrespondent der China Rundschau), Karline Fischer (Netzwerk Kulturroute des Europarates in Erfurt), Harry Haarstark (1. Vorsitzender vom VIA REGIA Landesverband Hessen) sowie Werner Stüber und Alexander von Zaluskowsk (VIA REGIA Projektnetzwerk Hessen) zu einer Gesprächsrunde über Schnittpunkte der VIA REGIA und der Seidenstraße. In einem Artikel in der China Rundschau über die „Neue Seidenstraße“ von China bis nach Europa wurde von einer eurasischen Handelsstraße gesprochen. Das erweckte unser Interesse und wir haben über Herrn Hu, dem chinesischen Chefredakteur der China Rundschau, dieses Treffen arrangiert. Es war eine lockere, interessante Gesprächsrunde. Herr Heier erklärte uns die Idee der „neuen Seidenstraße“ als neuen Handelsweg durch Europa und durch Deutschland. Hier geht es natürlich in erster Linie um Handelsinteressen. Aber alle Handelswege hatten immer erst den Zweck des Warenaustausches. Die Menschen brachten aber auch Kultur, Geschichte und Religion mit. Herr Heier hat sich bis jetzt noch nicht so tief mit der „alten Seidenstrasse“ beschäftigt und auch für uns war die Frage „Gab es ein Zusammentreffen der beiden Handelsrouten an der eurasischen Grenze?“ ein neues, spannendes Thema.

In Netzwerk „VIA REGIA.org“ gibt es die Sammlung „Kleine Geschichten entlang der VIA REGIA“. Die 18. Geschichte erzählt etwas über die Handelsgeschichte im eurasischen Raum. Die Seidenstraße gibt es als Begriff erst durch den Deutschen Ferdinand Freiherr von Richthofen 1877. Sie war auch keine durchgehende, feste Route sondern eine Verflechtung von Handelswegen. Dass es diese Verflechtung im eurasischen Raum gab, erfahren wir über die Radhaniten und über das Eurasische Magazin. Auf beiden Webseiten gibt es Erläuterungen und Erkenntnisse über eine Verknüpfung der Großen Handelsrouten. Dieses jetzt hier zu erläutern wäre zu aufwendig, aber es zeigt, dass es ein spannendes Thema ist, das wir gemeinsam vertiefen sollten.

Ich, bzw. wir freuen uns über weitere Treffen und einen Austausch von neuem Wissen über Kultur, Geschichte und Tourismus dieser beiden Handelsrouten.

Übrigens findet auch in Europa noch immer ein großer Ost-West-Handel statt. Wir erleben das nur nicht mehr so offensichtlich. Wenn früher ein Handelszug durch unseren Ort fuhr, hat man die Händler, oft die Ware (durch Stapelrecht) auch wahrnehmen können. Heute donnert ein ukrainischer Lastzug über die Autobahn an uns vorbei, ohne dass wir die Ware oder den Händler irgendwie sehen noch kennenlernen können. So können wir vielleicht das Thema „Neue Via Regia“ und „Neue Seidenstraße“ miteinander verbinden.

Demnächst mehr über dieses spannende Thema …